Unser neuer Partner: Ozeankind e.V. stellt sich vor

Als wir uns an die Planung unseres neuesten Produkts – unserer nachhaltigen Trinkflasche – gemacht hatten, begleitete uns der Gedanke, damit auch direkt etwas gegen die Plastikverschmutzung unseres Planeten machen zu wollen.

Also haben wir uns auf die Suche nach einer Organisation gemacht, die wir mit dem Verkauf der Flaschen unterstützen können. Die Wahl fiel dabei auf Ozeankind®, denen wir pro verkaufter Flasche 50 Cent spenden

Wie Ozeankind® entstanden ist, was die Mission des Vereins ist und wie ihre tägliche Arbeit ausschaut, haben sie uns selbst erzählt.

Erzählt uns doch mal zunächst kurz, wer und was hinter Ozeankind seht und was eure Mission ist?

Ozeankind® ist der Name einer neuen, internationalen Umweltschutzorganisation gegen Plastikmüll. Micha & Ich haben das Projekt Ozeankind® 2017 ins Leben gerufen. Seit Oktober 2018 ist es ein eingetragener, gemeinnütziger Verein.

Mittlerweile ist Ozeankind® so viel mehr als ein Verein – es ist eine Bewegung aus ganz vielen Gleichgesinnten entstanden, die jeden Tag ihr Bestes geben, um Einwegplastik zu vermeiden, Müll zu reduzieren und Müll aus der Natur aufzusammeln. Unsere Mission ist es so viele Menschen wie möglich an ihre eigene Macht zu erinnern.

Wir glauben dass der Schlüssel in der Aufklärung und in einem wachsenden Bewusstsein für dieses Thema liegt.

Egal ob in Deutschland oder auf einer maledivischen Einheimischen-Insel. Aus diesem Grund legen wir unseren Fokus auf Umweltbildungsprojekte für Kinder.

Ozeankind® e.V. möchte Dich dabei unterstützen, mit weniger Plastikmüll zu leben, ohne dabei jedoch zu missionieren.

Wir streben keinen “Zero Plastic/Waste” Lifestyle an, wir möchten Dich vielmehr dazu motivieren, in Deinem Alltag auf möglichst viele Einweg-Plastikprodukte zu verzichten, Mikroplastik aus deinem Badezimmer & Kleiderschrank zu verbannen und Dich zu einem bewussteren, nachhaltigeren Leben inspirieren.

Mit jeder verkauften EcoYou Trinkflasche gehen 50 Cent an Ozeankind® und Umweltschutzprojekte rund um die Welt.

Zur Trinkflasche

Wie kam es zu eurer Idee mit Ozeankind?

Dafür nehme ich Euch mal mit in die Tage, wo eben all das begann. März 2016. Du wachst morgens von dem Geräusch der Wellen auf. Du krabbelst aus deiner kleinen Kajüte aufs Deck eines Katamarans und blickst auf den absolut windstillen indischen Ozean. Du siehst kein anderes Boot, keine anderen Menschen. Vor Dir nur den Ozean und am Horizont ein paar einsame Inseln. Um wach zu werden, springst du vom Boot, tauchst ein in das klarste Wasser was du jemals gesehen hast. Überall Fische. Unzählige Korallen … und zwischendrin immer wieder eine Plastiktüte, ein Strohhalm oder eine Dose.

In zehn Tagen haben wir so wundervolle Dinge sehen und erfahren dürfen,aber wir haben auch Unmengen Plastikmüll gesehen. Im Wasser, auf leeren Sandbänken oder auf unbewohnten Inseln. Wir haben zum ersten Mal am eigenen Leib erfahren, was unsere große Liebe – den Ozean – bedroht.

Dass es Realität ist, dass wir das nicht „einfach“ weiter geschehen lassen wollten, dass wir selbst aktiv werden wollten. Wir stellten uns die Frage, ob eine Weltreise im kommenden Jahr, das war, was wir wirklich wollten. Denn was würden wir unseren eigenen Kindern in der Zukunft erzählen wollen? Dass wir die Welt noch selbst bereist haben und die Schönheit erlebt haben, obwohl wir über die Plastikmüll-Problematik „Bescheid wussten“ und dass es uns leidtut, dass sie das vielleicht nicht mehr so sehen können wie wir es konnten?

Nach dieser Reise war nichts mehr wie vorher. Zurück in Düsseldorf haben wir unendlich viel gelesen, Dokus angesehen und unseren eigenen Konsum beleuchtet, wir haben uns hinterfragt und einige Dinge geändert. Wir haben beschlossen über all diese Themen zu schreiben, der Blog Ozeankind war geboren.

Kurze Zeit später haben wir uns dann entschieden, auch unsere Jobs aufzugeben, die Wohnung zu kündigen und all unsere Ersparnisse in unser Projekt Ozeankind zu stecken. Wir mussten und wollten etwas verändern.

Wie sieht eure tägliche Arbeit aus? Was macht ihr mit Ozeankind alles, um die Menschen für die Plastikproblematik zu sensibilisieren?

Unsere Tage sehen vor allem nicht immer gleich aus. Micha & ich kümmern uns um alle anfallenden Aufgaben & Tätigkeitsbereiche: Von Projektplanungen im In und Ausland, über Marketing, Backoffice, Contenterstellung, Kooperationen, Communitymanagement, Vortäge, Mitgliederbetreuung oder Messetätigkeiten. In der Buchhaltung haben wir seit 1 Jahr eine wundervolle Unterstützung, die uns hier den Rücken freihält.

Mit Hilfe unserer Social-Media-Kanäle, des Blogs & Podcasts bringen wir unsere Herzensthemen jeden Tag zu den Menschen. Seien es Tipps & Tricks wie man in das ganze Thema einsteigen kann. Aber auch Daten & Fakten zur allgemeinen Lage veröffentlichen wir, um auf die Plastikproblematik aufmerksam zu machen & vor allem Möglichkeiten und Lösungen aufzuzeigen. Dann nutzen wir unsere Social-Media-Kanäle natürlich auch um unsere Arbeit & Projekte, Gedanken & Herausforderungen mit der Community zu teilen.

Im letzten Jahr haben wir ein eigenes Kinderbuch veröffentlicht, bei dem vor allem Kinder von 9-14 Jahren spielerisch in das ganze Thema ran geführt werden und lernen wie man im Alltag auf möglichst viele Produkte aus Einweg Plastik verzichten kann.

Zusätzlich erarbeiten wir mit Schulen Konzepte für Projekttage oder den Unterricht, um auch hier möglichst viele Kinder für das Thema zu begeistern. Neben all der „Theorie“ veranstalten wir regelmäßige Clean-Ups, Kooperieren mit nachhaltig denkenden Unternehmen wie EcoYou und finanzieren im Ausland Recycling & Umweltbildungsprojekte.

Auf welche Meilensteine schaut ihr mit Ozeankind bisher zurück?

Zusammen mit unserer Community haben wir innerhalb von 2 Jahren bereits über 50.000 kg Müll aus der Natur eingesammelt und bestmöglich entsorgt. In unserer noch jungen Vereinsgeschichte blicken wir schon auf 200 Fördermitglieder und etliche private Spender & Unternehmen, die unsere Projekte überhaupt erst möglich machen.

Ihr habt ja verschiedene Projekte, arbeitet ihr hierfür auch mit anderen Organisationen zusammen?
Was ist euch bei der Auswahl von Kooperationspartnern wichtig?

Bei langfristig angelegten Projekten suchen wir immer nach Projektpartnern vor Ort. Das müssen aber nicht unbedingt Organisationen sein. Nachhaltig denkende Unternehmen, die mit unseren Werten übereinstimmen und mit unserer offenen & transparenten Arbeitsweise klarkommen, sind uns wichtig. Generell sind Synergien wichtig, wir sitzen schließlich alle im gleichen Boot und sollten zusammenarbeiten.

Bei Ozeankind handelt es sich ja um einen Verein.
Könnt ihr uns ein wenig mehr dazu erzählen, wie ihr euch finanziert?

Ozeankind finanziert sich genau wie jeder andere Verein oder NGO aus Spenden & Fördermitgliedsbeiträgen. Hinzukommen noch Einnahmen aus Kooperationen mit Unternehmen. Übrigens teilen wir mit jedem Fördermitglied (ab der Stufe Clownfisch) regelmäßig unsere Finanzen (Einnahmen/ Ausgaben) in unserem eigenen, Passwort Geschützen Mitgliederbereich. Das unterscheidet uns von vielen anderen Vereinen und Organisationen.

Stehen bei euch in diesem Jahr Projekte an, auf die ihr euch besonders freut?

Wir freuen uns sehr auf unser Umweltbildungsprojekt auf der Insel Sanisbar (Tansania), im letzten Jahr haben wir das Projekt gestartet und dieses führen wir in diesem Jahr weiter und bauen es aus.
Kurze Zusammenfassung: Begleitet von speziellen Unterrichtseinheiten zum Thema Umweltbildung, zahlreichen Workshops und CleanUps haben die Kinder zweier Schulen im Norden Sansibars in der ersten Projektphase von Juli bis November 2019 insgesamt rund 95.000 leere Plastikflaschen in ihrer Umgebung gesammelt und sie mit zur Schule gebracht. Nachdem unser Recyclingpartner die Flaschen regelmäßig zur Weiterverarbeitung abgeholt hat, wurde der Materialwert wieder an die beiden Schulen ausgeschüttet. Von diesem Geld können nun dringend benötigte Dinge für die Schulen beschafft und Ausflüge organisiert werden.

Uns ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit unseren lokalen Partnern vor Ort etwas verändern können. Es geht darum Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und nicht einen Eindruck zu erwecken dass “reiche, weiße Westler in ein ärmeres Land kommen und nun alles umkrempeln wollen”. Wir sehen uns als Partner auf Augenhöhe, suchen die Gespräche der Einheimischen. Denn sie wissen was in ihrem Land nicht so rund läuft, auf welche Herausforderungen man sich einstellen sollte und welche Kontakte man braucht. Kurz: wir geben finanzielle Hilfe & Konzepte an die Hand, wie wir als Team gemeinsam die Plastikmüllverschmutzung eindämmen & mehr Umweltbewusstsein bei den Kindern schaffen können.

Neben unserem Auslandsprojekt stehen im Sommer noch so einige Aktionen mit Schulen an. Darauf freuen wir uns!

Auch wir freuen uns, die Umweltprojekte von Ozeankind® zu verfolgen und direkt zu sehen, was mit unserem Spendengeld erreicht wird. Danke euch für die Beantwortung der Fragen!

Mehr über Ozeankind erfährst du hier

Mit jeder verkauften EcoYou Trinkflasche gehen 50 Cent an Ozeankind® und Umweltschutzprojekte rund um die Welt.

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