Fridays for Future There is no Planet B Klimaschutz EcoYou Blog Demo

Fridays for Future – Schule schwänzen fürs Klima

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“ ist einer der Sprüche, den man momentan freitagvormittags in vielen deutschen Städten zu hören bekommt.

Der Anlass sind die Fridays For Future Demonstrationen, für die sich immer mehr Schüler mit Plakaten, auf denen man Sprüche wie „This Planet is getting hotter than young Leonardo Di Caprio“, „There is no Planet B“ oder „Uns läuft die Zeit davon“, lesen kann, versammeln.

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Begonnen hat das Ganze im August 2018 mit einer einzelnen Schülerin in Schweden. Die 16-jährige Greta Thunberg ging vergangenen Sommer drei Wochen nicht mehr zur Schule, um vor dem schwedischen Parlament zu demonstrieren. Ihr Anliegen waren die mangelnden Handlungen der Politik beim Thema Klimaschutz.

Im September entschied sich Greta dazu, den Streik freitags so lange fortzusetzen, bis die Klimapolitik von Schweden den Zielen des Pariser Abkommens entspricht.

Sie berichtete auf Instagram und Twitter über ihren Schulstreik und bekam so schnell die Aufmerksamkeit der Medien, auch weit über die Grenzen von Schweden hinaus.

Greta ist schon lange nicht mehr alleine, innerhalb kürzester Zeit schlossen sich ihr Schüler, Auszubildende und Studenten an und initiierten Demonstrationen in verschiedenen Städten, inzwischen weltweit.

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Fridays For Future stellt die aktuelle Klimapolitik in Kritik.

Die Demonstranten möchten, dass die Politiker die Dringlichkeit ihrer Anliegen erkennen und zu Handeln beginnen. Sie sehen sich als letzte Generation, die noch etwas gegen den Klimawandel machen und die katastrophalen Folgen zumindest abschwächen kann.

Konkret wird gefordert:

  • Ein Ausstieg aus der Kohlekraft bis 2030
  • Vollkommene Versorgung durch erneuerbare Energien bis 2035
  • Ein Nettonull in der Treibhausbilanz erreichen, es darf also nur die Menge Treibhausgase ausgestoßen werden, die durch natürliche Prozesse wieder aufgenommen wird.
  • Abschalten eines Viertels der Kohlekraftwerke bis Ende 2019
  • Einführen einer CO2-Steuer mit der erreicht werden soll, dass die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzt wird

Die Forderungen umfassen bewusst nur Ziele und keine Maßnahmen, die Aktivisten sehen Maßnahmen als Aufgabe der Politik. Mit den Demonstrationen wollen sie erst aufhören, wenn es von Seiten der Politiker einen klaren Plan gibt, wie die Klimaziele erreicht werden. Denn die Antworten sind von Seiten der Wissenschaft schon da, es benötigt aber die Handlungen, um die Forderungen zu erfüllen.

Ein Argument von Fridays For Future für die Demonstrationen ist unter anderem, dass es sich nicht lohnt zur Schule zu gehen, um für eine Zukunft zu lernen, die es nicht mehr geben wird.

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Die Aktivisten bekommen viel Aufmerksamkeit. Greta Thunberg hat inzwischen beim Weltklimagipfel gesprochen, auf dem Weltwirtschaftsforum, hat einen Ted Talk gehalten oder war Gast bei der Goldenen Kamera.

Greta findet die richtigen Worte und inspiriert. In ihren Reden bringt sie die Dringlichkeit mit Sätzen wie „Ich will, dass ihr handelt, als würde euer Haus brennen – denn das tut es“ auf den Punkt.

Auch die deutschen Aktivisten, allen voran Luisa Neubauer, sind immer öfter im Gespräch mit Politikern, geben Interviews oder sind zu Gast in diversen Talkshows.

Fridays for Future hat etwas sehr Wichtiges erreicht: der Klimaschutz ist Dauerthema in der Öffentlichkeit, die Politiker müssen zum Thema Stellung nehmen.

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Auch deswegen stößt die Bewegung auf reichlich Gegenwind. Politiker kritisieren die Demonstrationen, ebenso die Schulen und auch viele Eltern wollen ihre Kinder dabei nicht unterstützen. Eines der Hauptargumente ist die Schulpflicht, gegen die bei den Demonstrationen verstoßen wird, den Demonstranten werden aber auch Naivität und Ahnungslosigkeit vorgeworfen. Der Klimaschutz sei eine Sache für die Profis, heißt es da etwa von Seiten der Politiker.

Die Profis andererseits unterstützen die Schulstreiks. So haben die Scientists For Futures eine Stellungnahme veröffentlicht, die sich auf die Seite der Schüler stellt und bereits von rund 20.000 Wissenschaftlern unterschrieben wurde.

Entrepreneurs For Future sowie Parents For Future sind zwei weitere Bewegungen, die sich auf die Seite der Schüler und Studenten stellen.

Die Streiks regen definitiv zum Nachdenken an, für wirkliche Veränderungen benötigt es allerdings die Politik – und dabei müssen wir alle unsere Lebensgewohnheiten in Bezug auf den Klimawandel überdenken.

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Dennoch sind die Streiks ein symbolisch starkes Zeichen und zeigen, dass die Generation von Fridays for Future die Situation verstanden hat und dabei lernen sie definitiv, ihre eigene Stimme im politischen Deutschland zu haben.

Die Bewegung zeigt, dass die Schulpflicht im Vergleich mit den Problemen, die der Klimawandel mit sich bringt, als sehr unwichtig erscheinen kann. Wünschenswert wäre es allemal, die Politik würde sich mit gleichem Engagement für den Klimaschutz einsetzen, wie sie es für die Schulpflicht tun.

Warst du bereits bei einer Fridays for Future Demo dabei? Wie findest du die Bewegung? Schreib es uns in die Kommentare

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