Umweltschutz in Indien - Mangrovenbäume - Sarah Nachhaltigkeit

Umweltschutz in Indien & Nachhaltiges Business – geht das?

Sarah Gekeler ist Ethnologin und arbeitet für SOCEO, einem gemeinnützigen Beratungs- und Forschungsunternehmen.

Sarah hat ihm Rahmen einer Feldforschung vier Monate in Kalkutta und den Sundarbans gelebt und konnte viele Erfahrungen in Bezug auf Umweltschutz und Armut sammeln. Nun ist sie aktiv und setzt sich für 300 Frauen in Indien und den Umweltschutz in Kalkutta und den Sundarbans ein. Hier das Interview mit der Ethnologin:

Umweltschutz in Indien

1. Kannst du Dich und Euer Projekt kurz vorstellen?

Mit unserem Projekt 300×110 wollen wir nachhaltig zum Umweltschutz in Indien beitragen und gleichzeitig Frauen aus sozial schwachen Familien neue Einkommensmöglichkeiten bieten. Deshalb werden wir in den Sundarbans in Indien, einem der größten Mangrovenwälder der Erde, 21.000 Mangrovenbäume pflanzen und 300 Frauen als Imkerinnen ausbilden.

Durch diese Kombination können wir sicherstellen, dass sich die Frauen langfristig um den Erhalt der gepflanzten Bäume kümmern, da sie durch deren Blüten Honig und Obst gewinnen können. Ich selbst bin Ethnologin, arbeite für SOCEO, ein gemeinnütziges Beratungs- und Forschungsunternehmen, und habe im Rahmen einer Feldforschung für meine Masterarbeit vier Monate in Kalkutta und den Sundarbans verbracht.

2. Warum habt ihr das Projekt ins Leben gerufen – Was war Eure Intention?

Unsere Intension mit 300×110 ist es zu zeigen, dass wirtschaftliche Aktivität und Umweltschutz Hand in Hand gehen können. Leider wissen wir, dass Armut Menschen dazu zwingt ihre Umwelt auszubeuten. Mit 300×110 wollen wir unter dem Motto „Good Environment – Good Business“ zeigen, dass beides möglich ist – Umweltschutz und wirtschaftlicher Aufschwung.

3. Was möchtet ihr mit dem Projekt in der Zukunft erreichen und bewirken?

Mit 300×110 leisten wir nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, denn Mangroven können große Mengen CO2 einsparen, sondern vor allem auch den Frauen eine neue Perspektive schaffen. Ein gesteigertes Einkommen wirkt sich nämlich positiv auf die Familien der Frauen und vor allem deren Kinder aus. Das Projekt wird also auch eine postive Wirkung auf die Zukunft der Kinder haben.

4. Welches Thema liegt Dir dabei besonders am Herzen?

Da ich viele der Frauen durch meine Feldforschung persönlich kennen gelernt habe, liegt es mir besonders am Herzen ihnen zu helfen und etwas zurück zu geben. Je mehr ich mich aber auch mit Mangroven beschäftigt habe, habe ich gemerkt, wie wichtig Mangroven für das Weltklima sind.

Es ist wichtig nachhaltig zu handeln und einen Beitrag zu leisten, dass wir künftig alle gut auf der Erde leben können. Da ich selbst in Stuttgart Hobbyimkerin bin, freue ich mich natürlich besonders darauf, dass wir mit 300×110 auch die Imkerei fördern. Wie wichtig Bienen für uns alle sind, ist ja mittlerweile auch kein Geheimnis mehr.

5. Welche Herausforderungen gibt es bei der Umsetzung?

Da wir mit der Umsetzung des Projektes bisher noch nicht begonnen haben, gab es in dem Sinn noch keine Herausforderungen bei der Umsetzung. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das Projekt erfolgreich durchführen werden.

SOCEO ist seit zwei Jahren in den Sundarbans aktiv und wir kennen die Situation und die Menschen vor Ort sehr gut. Das Projekt selbst ist auch auf Wunsch der Frauen hin entstanden, weshalb ich weiß, dass sie dahinter stehen und sich darauf freuen. Die Verankerung bei den Menschen, denen es zugute kommen soll, ist einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg eines jeden Projektes.

6. Welche Message möchtest du uns mitteilen?

Ich glaube, dass jeder Mensch die Verantwortung hat anderen Menschen zu helfen und eine Lebensweise zu finden, die niemanden benachteiligt. Klug durchdachte Konzepte, wie das von 300×110, die für alle Beteiligten einen Mehrwert stiften, sind dabei meiner Meinung nach ein wichtiger Beitrag. Jeder noch so kleine Beitrag und Schritt ist dabei
hilfreich.

Hier kannst du dich aktiv für das Projekt einsetzten >> Betterplace!

Wir wünschen Sarah und ihrem Team viel Erfolg und sagen DANKE für das tolle Projekt.

Ein weiteres Nachgefragt Interview zum Thema Mikroplastik findest du hier: 

Mikroplastik raus aus dem Sortiment 

Lisa und Joy von EcoYou - Blog für ein plastikfreies Leben - Leben ohne Plastik - Tipps und Tricks

Deine Meinung ist gefragt!

Warst du schonmal in Indien? Wenn ja wie hast du das Land und die Umwelt wahrgenommen? Kennst du außerdem weitere Projekte, welche sich für die Umwelt und Frauenrechte einsetzten? Schreib es uns in die Kommentarbox.

 

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Nachhaltigkeit Business geht das?

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