18-jähriger erfindet Filter für Mikroplastik

Jährlich sterben tausende von Meerestieren an den folgen von Plastik. Bei rund 90 % der Seevögel konnte Plastikmüll im Magen gefunden werden und auch der Mensch konsumiert laut Forschern der Universität Newcastle im Schnitt 1 Kreditkarte Plastik pro Woche.

Die größte Gefahr ist hierbei Mikroplastik. Unter Mikroplastik definiert das Umweltbundesamt Plastik-Partikel bis zu einer Größe von 5 Millimetern. Aufgrund der geringen Größe ist es auch für modernste Filteranlagen bisher fast unmöglich Mikroplastik aus dem Abwasser zu filtern.
Ändern könnte dies jetzt ein 18-jähriger Schüler namens Fionn Ferreira.

Fionn der in einem kleinen Küstenort in Irland lebt, wollte diese Situation nicht länger still hinnehmen und machte sich daher selbst an die Arbeit – mit Erfolg.

Wie die Erfindung funktioniert siehst du hier:

Bei seinen Experimenten konnte er 87 % der Plastikteile aus dem Wasser filtern.
Wie? Fionn Ferreira fügte Wasser, welches Mikroplastik enthielt, Öl sowie ein magnetisches Pulver hinzu. Das magnetische Pulver und das Öl bildeten daraufhin Ferrofluide, welches die Plastik-Partikel im Wasser anzog.

Im Anschluss konnte Fionn Ferreira mit einem größeren Magnet die Masse sowie das Mikroplastik herausziehen.

Auch Google wurde auf seine Idee aufmerksam. Bei der „Google Science Fair“ gewann er in der Kategorie Nachwuchsforscher zwischen 16 und 18 Jahren den mit 50.000 US-Doller dotierten ersten Platz.

Mehrere Unternehmen haben sich seither bei Fionn Ferreira gemeldet und wollen mit ihm weiter an dem Projekt arbeiten.

Es lässt sich daher hoffen, dass die Erfindung vielleicht schon bald im großen Maße Anklang findet und eingesetzt werden kann. Trotz seiner Erfindung hofft Fionn Ferreira um ein Umdenken in den Köpfen der Menschen und die Reduzierung von Einwegplastik im Alltag.

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